So arbeiten Sie sicher mit Elektrowerkzeugen

Kreissäge Bosch ProfessionalNicht nur wenn man einen handwerklichen Beruf ergriffen hat, sondern auch als Heimwerker zur Renovierung und stetigen Verbesserung des eigenen Zuhauses benutzt man öfter als man denkt Elektrowerkzeuge. Sei es das Tüfteln in der eigenen kleinen Werkstatt, das Reparieren in den eigenen vier Wänden, oder die Erneuerung des Gartenzauns, es wird immer an etwas gearbeitet. Doch wo viel geschafft wird, ereignet sich auch der ein oder andere Unfall – insbesondere dann, wenn Werkzeuge mit im Spiel sind. Daher hat die Sicherheit beim Heimwerken oberste Priorität, und sollte keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Die Gesundheit geht schließlich vor!

Was sind die Ursachen für Unfälle?

Sicher arbeiten mit ElektrowerkzeugenWenn es um die Arbeit mit Elektrowerkzeugen geht, gibt es einige Ursachen, die schnell zu Unfällen führen können. Dazu zählen:

  • Überschätzung – viele Laien überschätzen sich oft und versuchen Arbeiten durchzuführen, die eher ein Fachmann übernehmen sollte
  • geringe Kenntnisse – zu oft werden Aufgaben ausgeführt, mit denen man sich zu wenig auskennt, oder Geräte angewendet, mit denen man keine Erfahrungen hat
  • Übermüdung – anstatt Arbeitspausen einzulegen, zwingt man sich zu oft, müde weiterzuarbeiten, um die Arbeit beenden zu können
  • Gefühl der Sicherheit – Zuhause oder in der eigenen Werkstatt fühlt man sich meist so wohl, dass man bei der Arbeit leichtsinniger vorgeht
  • Hektik – nicht selten versucht man, anstehende Arbeiten so schnell wie möglich zu erledigen, weil man entweder noch andere Dinge zu tun hat, oder generell einen hektischen Alltag
  • fehlende Sicherheitsmaßnahmen – häufig wird es von Anfang an versäumt, die richtigen Sicherheitsvorkehrungen vor Arbeitsbeginn zu treffen

Das Wichtigste zuerst

Bevor man überhaupt mit seinen Arbeiten beginnt, gibt es ein paar Dinge, die beim Umgang mit Elektrowerkzeug zu sichererem Arbeiten beitragen können. Auf der einen Seite ist das eine ordentliche Werkstatt (oder wo auch immer die Elektrowerkzeuge gelagert werden), und auf der anderen die gut ausgestattete, hauseigene Notfallapotheke.

Hat man seine Werkstatt nämlich in bester Ordnung, ist alles Wichtige schnell zu finden, darunter auch Sicherheitskleidung und Schutzhauben. Nur zu oft verlieren Heimwerker auf der Suche nach dem richtigen Arbeitsmaterial die Geduld und lassen sie daher weg, was fatale Folgen haben kann.

Die hauseigene Notfallapotheke sollte ebenfalls gut geordnet sein und alles enthalten, was man im Notfall mal eben gebrauchen könnte. Dazu zählt beispielsweise

  • Verbandsmaterial wie Druckkompressen und Mullbinden
  • Desinfektionsmittel
  • Pflaster und
  • eine Verbandsschere

Auch eine Erste-Hilfe-Anleitung ist sinnvoll, ebenso wie ein Zettel mit allen wichtigen Notrufnummern, die man in der Panik schnell mal vergisst.

Der Umgang mit Elektrowerkzeugen

Beim Umgang mit gefährlichen Elektrowerkzeugen gibt es ein paar Tipps, die helfen können, Unfälle zu vermeiden:

  • Eilen Sie sich nicht! Nehmen Sie sich lieber viel Zeit für Ihr Projekt und machen Sie genügend Verschnaufpausen, um für eine bessere Konzentration bei der Arbeit zu sorgen.
  • Treffen Sie Sicherheitsvorkehrungen! Tragen Sie beispielsweise schützende Arbeitskleidung, die außerdem eng anliegt. Locker sitzende Kleidung kann schnell in laufende Maschinen geraten. Sorgen Sie außerdem dafür, dass es in Ihrer Umgebung keine Stolperfallen oder spitzen Gegenstände gibt, an denen man sich leicht verletzen könnte.
  • Sorgen Sie für eine gesicherte Umgebung! Stellen Sie sicher, dass sich vor allem Kinder nicht in der Nähe ihrer Arbeiten aufhalten.
  • Lesen Sie die Bedienungsanleitung! Alle Hersteller beschreiben genau, wie am besten mit ihrem Elektrowerkzeug umzugehen ist, und was man beachten sollte.
  • Trinken Sie keinen Alkohol während der Arbeit! Was für die meisten selbstverständlich klingt, ist leider kein Alltag. Häufig wird vor oder während der Arbeit Alkohol zu sich genommen, was zu geringerer Konzentration und Leichtsinnigkeit führt.
Schutz Wofür?
Schutzkleidung festsitzende Schutzkleidung sorgt dafür, dass sich nichts in den Geräten verfangen kann
Schutzbrille verhindert, dass Funken oder Metallspäne in die Augen gelangen
Feinstaubmaske verhindert das Einatmen von Schmutzpartikeln und Staub
Gehörschutz Schutz des Gehörs vor zu lauten Geräuschen der Elektrowerkzeuge

Die richtige Schutzkleidung

Schutzkleidung ist eine der wichtigsten Vorkehrungen, die man treffen kann, bevor man mit der Arbeit mit Elektrowerkzeugen beginnt. Was viele als zeitraubend und unnötig ansehen, kann Unfälle von vorne herein verhindern.

Allgemein sollte die Schutzkleidung nie zu locker ausfallen, denn diese könnte sich sonst in laufenden Geräten verfangen und den Nutzer dann zu der Maschine hinziehen. Tischbohrer beispielsweise sind bekannt dafür, lockere Handschuhe gerne mal einzufangen und dadurch die Hand zu verletzen.

Tipp! Je nachdem, welche Arbeiten man ausführt, sollte am besten der ganze Körper von Schutzkleidung umgeben sein. Dazu zählen unter anderem Stahlkappenstiefel, Arbeitsschürzen und robuste Handschuhe.

Zudem sollten bei der Arbeit mit Kreissägen oder ähnlichen Geräten Schutzbrillen getragen werden. Diese verhindern, dass Metallspäne oder Funken das Auge verletzen können. Bei den unterschiedlichsten Elektrowerkzeugen ist es zudem notwendig, eine Feinstaubmaske zu tragen, um das Einatmen von Staub und Schmutzpartikeln zu verhindern. Des Weiteren kann man sein Gehör mit einem Gehörschutz gut vor zu lauten Geräten schützen. So manche Handkreissäge oder Tischkreissäge kann einen hohen Lärmpegel erreichen und dem Gehör ziemlich schaden, wenn man das Tragen eines Gehörschutzes versäumt.

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